Nothing Headphone (1)

Unser Schnellurteil
Der Nothing Headphone (1) ist der mutigste Over-Ear des Jahres und ein erstaunlich kompletter Erstling: KEF-getunter Klang, LDAC, riesiger Akku und die besten physischen Bedienelemente am Markt. Der Klang ist gut, aber ab Werk etwas zahm und braucht den EQ. Wer Spitzen-ANC à la Sony oder Bose will, schaut woanders.
- +Echte physische Bedienung: Roller und Paddle steuern Lautstärke und Tracks präziser als jedes Touchpad
- +KEF-getunter, ausgewogener Klang mit LDAC und USB-C-Lossless, kräftiger Treiber mit sauberen Stimmen
- +Riesiger Akku: 80 h ohne ANC, 35 h mit ANC, volle Ladung in rund 2 Stunden
- −Ab Werk wirkt die Abstimmung zahm, ohne EQ-Feintuning bleibt Potenzial liegen
- −ANC ist solide, aber kein Spitzenwert — Sony WH-1000XM6 und Bose dämpfen hörbar mehr
- −Mit 329 g kein Leichtgewicht, auf langen Sessions spürbar schwerer als die Sennheiser-Konkurrenz
Eignung nach Use-Case
Wir testen jeden Kopfhörer in seiner Primärkategorie und bewerten dort streng. Die übrigen Use-Cases zeigen, wo das Modell nebenbei noch funktioniert.
Musik & Alltag
Der eigentliche Einsatzzweck. KEF-Tuning, 40-mm-Treiber, LDAC und USB-C-Lossless liefern einen ausgewogenen, erwachsenen Klang, der mit etwas EQ-Arbeit richtig aufdreht. Gegen einen Sennheiser Momentum 4 fehlt etwas Verfeinerung und Leichtigkeit, fürs alltägliche Musikhören ist das Niveau aber klar hoch.
Auch geeignet für
Calls & Office7/10
Vier Mikrofone mit ENC, Multipoint und der bequeme Over-Ear-Sitz machen ihn zum brauchbaren Homeoffice-Begleiter. Die Sprachqualität ist ordentlich, im Wind und lauten Umfeld aber nur Mittelmaß. Für gelegentliche Calls gut, für Vielredner gibt es bessere Office-Headsets.
Sport2/10
Over-Ear-Bauform mit IP52, also gegen leichten Schweiß und Spritzer geschützt, aber nicht zum Schwitzen gemacht. Für den Gang ins Studio okay, für echtes Training ist die Bauform zu schwer und zu warm.
Schlafen1/10
Voluminöser Over-Ear mit 329 g, im Liegen unbrauchbar. Kein flaches Design, keine Schlaf-Funktion.
Kinder1/10
Keine Hardware-Lautstärkebegrenzung, Bügel und Gewicht sind für Erwachsene ausgelegt. Kein Kinder-Produkt.
Der Testbericht
~5 Min LesezeitHier erkläre ich, was den Kopfhörer in jedem Bereich ausmacht. Wie sich daraus der Gesamtscore zusammenrechnet — mit Gewichtung pro Kriterium — siehst du in der Aufschlüsselungs-Tabelle direkt unter dem Bericht.
Der Nothing Headphone (1) ist seit Juli 2025 Nothings erster Over-Ear und das vielleicht eigenwilligste Design am Markt. Die Akustik kommt von KEF, die Bedienung läuft über echte Hardware statt Touch. Ich habe ihn vier Wochen im Alltag, im Homeoffice und im Pendelverkehr getragen.
Klang
Klangsignatur: ausgewogen mit leicht zurückhaltender Grundabstimmung. Im Inneren sitzt ein 40-mm-Treiber mit High-Linearity-Aufhängung, abgestimmt zusammen mit KEF. Das Ergebnis ist erwachsen und sauber: Stimmen sitzen klar und mittig, der Bass ist kontrolliert und geht tief, ohne zu wummern, die Höhen bleiben definiert ohne Schärfe. Die Bühne ist für einen geschlossenen Over-Ear angenehm breit.
Der Knackpunkt ist die Werksabstimmung. Ab Werk klingt der Headphone (1) eher brav, fast etwas unentschlossen — ihm fehlt der letzte Funke Energie und Verfeinerung, den ein Sennheiser Momentum 4 oder ein Sony WH-1000XM6 mitbringt. Mit dem 8-Band-EQ in der Nothing-X-App dreht man das deutlich auf: ein bisschen mehr Bass-Druck, etwas Präsenz oben, und plötzlich macht der Hörer richtig Spaß. Wer nie in die App geht, lässt Potenzial liegen.
Codec-seitig ist alles dabei, was zählt: LDAC für Hi-Res über Bluetooth, dazu USB-C-Lossless für die kabelgebundene Wiedergabe und AAC für Apple-Geräte. Damit ist der Headphone (1) zukunftssicher aufgestellt und holt aus guten Quellen hörbar mehr heraus als ein reiner SBC/AAC-Hörer.
Tragekomfort
Die Ohrpolster sind weich und tief, der Anpressdruck ist moderat, und die Ohren verschwinden komplett in den Muscheln — auch mit Brille bleibt der Sitz angenehm und ohne Druckstellen. Für Stunden am Schreibtisch ist das bequem, die Isolation ist passiv schon ordentlich.
Der Wermutstropfen ist das Gewicht. Mit 329 g gehört der Headphone (1) zu den schwereren Over-Ears, und das spürt man nach zwei, drei Stunden am Scheitel deutlicher als bei einem 290-g-Sennheiser. Das massive Aluminium-Gehäuse, das sich so wertig anfühlt, fordert hier seinen Tribut. Wer empfindlich auf Gewicht reagiert, sollte das vor dem Kauf bedenken.
ANC
Das hybride ANC arbeitet mit vier adaptiven Mikrofonen und bietet vier Stufen: High, Mid, Low und Adaptive. Im Alltag macht es einen soliden Job — Bahnmotoren, Bürobrummen und Klimaanlagen werden zuverlässig gedämpft, und der Adaptive-Modus regelt je nach Umgebung sinnvoll nach.
An die Klassenspitze reicht es aber nicht. Im direkten Vergleich lassen ein Sony WH-1000XM6 oder ein Bose QC Ultra hörbar mehr Außenwelt verschwinden, besonders bei tiefen Dauergeräuschen und Stimmen. Für Pendeln und Office ist das ANC völlig ausreichend, als reines ANC-Argument ist der Headphone (1) aber nicht der erste Tipp. Der Transparenzmodus klingt natürlich und ist gut nutzbar.
Akku & Technik
Hier spielt der Headphone (1) eine seiner größten Stärken aus: bis zu 80 Stunden ohne ANC und 35 Stunden mit aktiviertem ANC. Mit LDAC sinkt das auf rund 54 beziehungsweise 30 Stunden — auch das sind exzellente Werte, die in der Praxis bedeuten, dass man das Ladekabel wochenlang nicht sieht. Eine volle Ladung dauert etwa zwei Stunden, eine kurze Aufladung holt zügig mehrere Stunden zurück.
Verbunden wird über Bluetooth 5.3 mit Multipoint, das in der Nothing-X-App aktiviert wird. Die App bringt den 8-Band-EQ, ANC-Steuerung und Firmware-Updates, und wer ein Nothing Phone besitzt, bekommt zusätzliche Integration wie Channel Hop. Das Highlight bleibt aber die Hardware-Bedienung: ein Roller für die Lautstärke, ein Paddle zum Skippen und Spulen, dazu ein Funktionsknopf. Die Steuerung ist so präzise und befriedigend, wie es Touch-Flächen nie sein können.
Verarbeitung
Das transparente Industrial-Design mit sichtbaren Schrauben und kassettenartiger Optik ist Geschmackssache, die Verarbeitung dahinter ist es nicht: Aluminium statt Plastik wo es zählt, satte Scharniere, kein Knarzen. Der Headphone (1) fühlt sich teurer an, als er ist, und die physischen Bedienelemente haben einen präzisen, mechanischen Anschlag.
IP52 schützt vor Staub und leichtem Spritzwasser — genug für einen Regenschauer am Bahnsteig, nicht für Sport. Das mitgelieferte Hardcase ist stabil. Einziger kleiner Kritikpunkt: Das markante Design polarisiert, und die kantige Form trägt im Rucksack etwas auf.
Mikrofon
Für Telefonie und Videocalls nutzt der Headphone (1) ein KI-gestütztes ENC-System aus mehreren Mikrofonen. In ruhiger Umgebung ist die Stimme klar und natürlich, Multipoint sorgt dafür, dass Calls vom Laptop und Handy nahtlos durchkommen. Im Homeoffice habe ich problemlos telefoniert.
Preis-Leistung
Rund 237 € im Juni 2026, gestartet war der Headphone (1) bei 299 €. Für das Gebotene ist das ein gutes Geschäft: KEF-Tuning, LDAC, USB-C-Lossless, 80 h Akku, Multipoint und eine Bedienung, die der gesamten Konkurrenz fehlt. In dieser Preisklasse kämpft er gegen Sennheiser Accentum Plus und das Vorjahres-Topmodell Sony WH-1000XM5.
Mein Urteil: Wer Charakter, erstklassige Hardware-Bedienung und einen riesigen Akku will, bekommt hier viel fürs Geld. Wer dagegen den letzten Schliff beim Klang oder das beste ANC der Klasse sucht, zahlt bei Sennheiser oder Sony etwas mehr und bekommt genau das. Für einen Erstling ist das Paket bemerkenswert rund.

Der Nothing Headphone (1) ist ein selbstbewusster Erstling mit echten Stärken: KEF-Klang, der mit EQ aufblüht, ein konkurrenzloser Akku und die beste physische Bedienung am Markt. Schwächen bleiben das hohe Gewicht und das nur solide ANC. Wer Persönlichkeit und Laufzeit über das letzte Quäntchen Klang-Feinschliff stellt, liegt hier goldrichtig.
Score-AufschlüsselungSo setzt sich der Score zusammen+
So setzt sich der Score zusammen
Als Musik- & Alltags-Kopfhörer wird dieses Modell nach den Kriterien gewichtet, die in dieser Kategorie zählen. Jede Kategorie hat eine eigene Gewichtung — bei Sport-Kopfhörern steht Sitz-Stabilität vorne, bei Kinder-Kopfhörern Lautstärkebegrenzung. Aspekte, die im Testbericht oben diskutiert werden, aber für diese Kategorie keine Score-Relevanz haben, sind hier nicht aufgeführt. Dazu kommen Boni und Mali, mit denen ich kaufrelevante Stärken oder Schwächen gewichte, die kein Kriterium abbildet. Die Summe aller Zeilen ergibt den Gesamtscore.
Ähnliche Modelle
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Side-by-side gegen die nächsten Konkurrenten dieser Klasse.
Mehr Details
Spezifikationen, Maße und Hersteller-Highlights. Tagesaktuelle Daten via Amazon-API.
Technische Daten
ANC, Codecs, Akku, Wasserschutz+
Technische Daten
- Bauform
- Over-Ear Bluetooth
- Klangsignatur
- Ausgewogen
- Aktive Geräuschunterdrückung
- Adaptive ANC
- Awareness / Transparenz
- Ja
- Multipoint
- Ja (mehrere Geräte gleichzeitig)
- Akkulaufzeit
- 80 h
- Wasser-/Staubschutz
- IP52
- Codecs
- LDAC, AAC, SBC
- Mikrofon-Qualität
- 7 / 10
Weitere Ansichten
9 zusätzliche Produktbilder direkt von Amazon+
Weitere Ansichten
Produktdetails
Maße, Modellnummer, EAN, Garantie+
Produktdetails
- Farbe
- White
- Gewicht
- 0.725 Pfund
- Maße
- 6.84 Zoll × 3.35 Zoll × 7.45 Zoll
- Modellnummer
- B170
- EAN
- 6974434224179
- Herstellergarantie
- 2
- Veröffentlicht
- 15.07.2025
- Amazon Bestseller-Rang
- #6.565
Vom Hersteller
10 Marketing-Highlights direkt von Amazon+
Vom Hersteller
- AKKU: Headphone (1) hält mit deinem Alltag Schritt. Genieße bis zu 35 Stunden Wiedergabe mit eingeschaltetem Active Noise Cancellation oder bis zu 80 Stunden mit ausgeschaltetem ANC. Eine 5-minütige Schnellladung verschafft dir bis zu 5 Stunden Hörgenuss, sodass du jederzeit bereit bist.
- AKTIVE GERÄUSCHUNTERDRÜCKUNG (ANC): Reiner Sound ohne Ablenkung. Die fortschrittliche hybride Active Noise Cancellation¹ nutzt zwei Mikrofone mit Vorwärts- und Rückkopplung, um Umgebungsgeräusche effizient zu reduzieren. Die Funktion überprüft alle 600ms deine Umgebung und passt die Geräuschunterdrückung in Echtzeit an.
- VERLUSTFREIER KLANG: Headphone (1) unterstützt LDAC, USB-C-Audio und eine 3,5-mm-Buchse für hochwertige kabelgebundene Wiedergabe in jedem Setup. Ob kabelgebunden oder kabellos, Hi-Res Wireless-Zertifizierung und 24-Bit/96-kHz-Präzision sorgen für verlustfreien Klang mit außergewöhnlicher Klarheit und Detailtreue.
- KOMFORT: Headphone (1) wurde auf ergonomische Passform und hohen Tragekomfort ausgelegt. Die Ohrpolster aus PU fbieten eine weiche, pflegeleichte Oberfläche, die widerstandsfähig gegen Öle und Make-up ist, während die optimierte Tiefe der Ohrmuscheln einen sicheren, ausbalancierten Sitz gewährleistet. Dieses Design sorgt für weniger Druck und maximalen Komfort für alle Kopfformen.
- ENC: Kein Wort geht verloren, keine Stimme klingt gedämpft. Vier Mikrofone arbeiten mit KI-gestützter Clear Voice Technology, um deine Stimme zu isolieren und Umgebungsgeräusche zu unterdrücken. Die Funktion wurde in mehr als 28 Millionen Alltagsszenarien trainiert und sorgt für eine klare Stimmwiedergabe in Cafés, in Meetings oder bei Wind.
- DESIGN: Ein minimalistisches, unverwechselbares Design – einzigartig und robust. Jedes Detail des Headphone (1), vvon der Materialwahl bis zur Integration haptischer Bedienelemente, ist sorgfältig durchdacht, um eine auffällige Ästhetik zu schaffen, die unsere transparente und innovative Identität widerspiegelt.
- AUF LANGLEBIGKEIT AUSGELEGT: Headphone (1) ist sorgfältig für maximale Robustheit entwickelt und nach umfassenden Hardware-Zuverlässigkeitsstandards getestet. Dazu gehören über 50 Tests wie Bügeldehnung, Sturz, Schweiß, Verdrehen und Temperaturbeständigkeit. Wasser- und Staubschutz nach IPX2.
- SOUND BY KEF: Der Klang des Headphone (1) wurde akustisch in Zusammenarbeit mit KEF entwickelt, einer renommierten Audiomarke mit über 60 Jahren Erfahrung. Bekannt für Präzision und natürlichen Klang, sorgt KEF für ein hohes Maß an Raffinesse und Detailtreue – für ein immersives Hörerlebnis in jedem Musikgenre.
Diese Punkte stammen direkt vom Hersteller. Unsere unabhängige Bewertung findest du oben im Schnellurteil und Testbericht.














