Dyson OnTrac

Unser Schnellurteil
Der Dyson OnTrac liefert 55 Stunden Akku und solides ANC, ist mit 451 g aber der schwerste Premium-Over-Ear am Markt und hat kein Multipoint. Wer auf Farb-Customizing und Lauflänge steht, kann zugreifen. Für 449 Euro bekommst du bei Sony, Bose und Sennheiser klar besseren Klang und weniger Gewicht auf dem Schädel.
- +55 h Akkulaufzeit mit ANC, Klassenrekord vor Sennheiser Momentum 4 (60 h) auf Augenhöhe
- +ANC dämpft tieffrequenten Lärm wie Triebwerke und Verkehr effektiv, für mich nah an Bose
- +Modulare, austauschbare Ohrmuscheln und Bügelkappen zur Farbanpassung, einzigartig in der Klasse
- −451 g schwerster Premium-Over-Ear, AirPods Max 385 g, Sony XM6 ~250 g, nach 2 h spürbar
- −Kein Multipoint, Bluetooth bleibt auf 5.0-Niveau, für 449 Euro nicht zeitgemäß
- −Klang bass-betont und teils brummig, Mitten körnig, gegen Sony/Sennheiser bei der Auflösung hinten
Eignung nach Use-Case
Wir testen jeden Kopfhörer in seiner Primärkategorie und bewerten dort streng. Die übrigen Use-Cases zeigen, wo das Modell nebenbei noch funktioniert.
Musik & Alltag
Bass-betonte Konsumer-Abstimmung, geht für Pop, HipHop und EDM, aber Mitten wirken körnig und Höhen leicht zischelig. Ich höre den Klang klar hinter Sony WH-1000XM6 und Sennheiser Momentum 4. Das hohe Gewicht von 451 g schränkt Langzeit-Sessions ein.
Auch geeignet für
Calls & Office5/10
Acht Mikros liefern eine überdurchschnittliche Sprachqualität, aber Hintergrundgeräusche dringen für Gegenüber hörbar durch. Fehlendes Multipoint ist im Office-Alltag ein klarer Minuspunkt, weil Wechsel zwischen Laptop und Phone manuell läuft.
Sport1/10
Mit 451 g und ohne IP-Schutz disqualifiziert sich der OnTrac für jede Form von Training. Bei jeder Kopfbewegung rutscht der Bügel und das Gewicht zieht. Wer Sport will, greift zu In-Ears mit IPX4 aufwärts oder zu Open-Ear-Modellen.
Schlafen1/10
Over-Ear-Bauform mit 451 g Gewicht ist zum Liegen schlicht untauglich. Wer beim Schlafen Lärmschutz will, nimmt Schlaf-In-Ears wie Ozlo Sleepbuds oder Soundcore Sleep A30.
Kinder0/10
Keine Hardware-Lautstärkebegrenzung, 451 g auf einem Kinderkopf sind ohnehin indiskutabel. Für Kinder ungeeignet.
Der Testbericht
~5 Min LesezeitHier erkläre ich, was den Kopfhörer in jedem Bereich ausmacht. Wie sich daraus der Gesamtscore zusammenrechnet — mit Gewichtung pro Kriterium — siehst du in der Aufschlüsselungs-Tabelle direkt unter dem Bericht.
Der Dyson OnTrac ist seit Juli 2024 verfügbar und der erste echte Audio-Kopfhörer der Marke ohne aufgesetzten Luftreiniger. Dyson zielt mit modularen Farbkappen, 55 Stunden Akku und 449 Euro Listenpreis auf das Premium-Segment von Sony, Bose und Apple. Ich habe ihn drei Wochen getragen und sage dir, ob der Auftritt sitzt oder das Gewicht alles erschlägt.
Klang
Klangsignatur: bass-betont, warmtonig, mit drei EQ-Presets in der MyDyson-App. Der Standard-Enhanced-Preset hebt den Tiefbass spürbar an, Bass Boost wird mir zu boomy und unausgewogen, nur das Neutral-Preset klingt halbwegs ausgewogen. Den Bass empfinde ich als prominent und etwas brummig, die Mitten als körnig und leicht verhangen, die Höhen als ausgedehnt, aber einen Tick zischelig.
Für Pop, HipHop und EDM funktioniert das gut, der Tiefbass setzt unter 50 Hz mit Wucht ein. Bei Klassik, Jazz oder akustischer Gitarre fehlt die Auflösung in den Mitten, die ein Sennheiser Momentum 4 oder Sony WH-1000XM6 in dieser Preisklasse liefert. Für mich ist der Sound gut, aber nicht großartig oder außergewöhnlich.
Codec-Seite: LHDC für Hi-Res auf kompatiblen Android-Phones, sonst AAC und SBC. Kein LDAC, kein aptX Adaptive, was iPhone-Nutzer auf AAC limitiert. Die Bühne ist breit, aber flach, Räumlichkeit bleibt hinter den Bose QC Ultra Headphones zurück. Wer Klang als Hauptkaufgrund hat und 449 Euro investiert, bekommt bei der Konkurrenz mehr für sein Geld.
Tragekomfort
Hier wird der OnTrac kompliziert. Die Polster sind groß, plüschig und für mich samtig komfortabel, der Anpressdruck ist gut austariert. Dyson verteilt das Gewicht clever: zwei Akku-Module sitzen im Bügel, was den Schwerpunkt zentriert. Doch 451 g sind 451 g. Zum Vergleich: AirPods Max 385 g, Sony WH-1000XM6 rund 250 g, Sennheiser Momentum 4 rund 290 g.
Nach 90 Minuten merke ich den Druck auf dem Schädeldach deutlich, nach drei Stunden will ich Pause. Die Polster werden bei mir nach zwei Stunden warm, die Ohren schwitzen auch bei milderen Temperaturen. Für Brillenträger ist der Anpressdruck der Polster grenzwertig. Pendeln und Office gehen in Sessions bis zwei Stunden, alles darüber wird zur Belastung. Wer einen Kopfhörer für den Acht-Stunden-Arbeitstag sucht, greift woanders zu.
ANC
Dyson verbaut acht Mikrofone, die laut Hersteller 384.000 Mal pro Sekunde Umgebungslärm vermessen und bis zu 40 dB dämpfen sollen. In der Praxis liefert der OnTrac starkes ANC im Tiefbass-Bereich: Triebwerke im Flieger, Klimaanlagen, U-Bahn-Rollen werden zu einem leisen Murmeln. Motorgeräusche werden geglättet, vorbeifahrender Verkehr ist nur noch ein Brummen.
In den Mitten um 1 kHz arbeitet das ANC ebenfalls solide, kommt aber nicht ganz an Bose QC Ultra Headphones oder Sony WH-1000XM6 heran. Die großen Polster helfen passiv mit, was den Gesamteindruck stärkt. Adaptiver Modus passt die Stärke automatisch an, funktioniert unauffällig. Der Transparenzmodus ist brauchbar, klingt aber leicht künstlich. Für lauten ÖPNV und Großraumbüro reicht das ANC dicke, an die absolute Spitze fehlt der letzte Tick.
Akku & Technik
Das große Verkaufsargument: 55 Stunden mit ANC, laut Hersteller und in mehreren Tests bestätigt. Nur Sennheiser Momentum 4 mit 60 h liegt drüber, Sony WH-1000XM6 schafft 30 h, Bose QC Ultra Headphones 24 h. Schnellladen liefert 2,5 Stunden Spielzeit aus 10 Minuten am Kabel, 9 Stunden aus 30 Minuten. USB-C-Anschluss.
Bluetooth-Stack ist auf 5.0-Niveau, kein LE Audio, kein Auracast. Codec: LHDC plus AAC plus SBC. Kein LDAC, kein aptX Adaptive. Multipoint fehlt komplett, was im Office-Alltag mit Laptop und Phone parallel ein klarer Nachteil ist und für einen 449-Euro-Kopfhörer schwer zu rechtfertigen. Die MyDyson-App bietet EQ-Presets, Bass Boost und ANC-Stärken-Regelung, ist aber funktional eher mager.
Verarbeitung
Dyson-typisch hochwertig. Aluminium-Bügel, eloxierte Oberflächen, präzise Spaltmaße. Die modularen Ohrmuscheln und Bügelkappen lassen sich werkzeuglos abnehmen und in anderen Farben nachkaufen, eine Idee, die in der Klasse einzigartig ist. Bedienelemente sind ein Joystick auf der rechten Muschel, klare Haptik, präziser Druckpunkt.
Kein IP-Schutz, das passt für reines Indoor-Pendeln, ist aber für einen Premium-Kopfhörer 2024 knapp. Faltbar ist der OnTrac nicht, das Case ist großzügig dimensioniert und entsprechend sperrig im Rucksack. Materialeindruck und Langlebigkeit wirken Dyson-üblich solide, die austauschbaren Polster verlängern die Nutzungsdauer.
Mikrofon
Acht Mikrofone, davon ein Teil für Calls. Die Sprachqualität finde ich überdurchschnittlich, die Stimme klingt klar und natürlich. Der Schwachpunkt: Hintergrundgeräusche dringen für Gegenüber hörbarer durch als bei AirPods Max oder Bose QC Ultra Headphones. Meine Gesprächspartner konnten sehr deutlich hören, was im Hintergrund passiert.
Preis-Leistung
449 Euro Listenpreis im Mai 2026, Straßenpreis schwankt zwischen 419 und 449 Euro. Direkte Konkurrenz: Sony WH-1000XM6 449 Euro, Bose QC Ultra Headphones 449 Euro, Sennheiser Momentum 4 rund 280 Euro, Apple AirPods Max 2 579 Euro. In dieser Liga liefert der OnTrac in keiner einzigen Disziplin die Klassenbestleistung außer beim Akku.
Klang hinter Sony und Sennheiser, ANC hinter Bose, Mikro hinter Apple, Gewicht weit hinter allen. Multipoint fehlt, was für 449 Euro in 2026 ein No-Go ist. Für mich brauchen Usability und Klang noch Feinschliff, und den Preis empfinde ich als deutlich zu hoch. Mein Urteil: Wer auf das Farb-Customizing und 55 Stunden Akku Wert legt, kann zugreifen. Allen anderen rate ich aktiv zur Konkurrenz.

Der Dyson OnTrac ist ein Statement-Kopfhörer für Menschen, die Design und Akku über alles stellen. Wer Klang, Komfort und moderne Konnektivität priorisiert, ist mit Sony WH-1000XM6, Bose QC Ultra Headphones oder Sennheiser Momentum 4 in jedem Aspekt besser bedient. Für 449 Euro ist das Gesamtpaket schlicht nicht konkurrenzfähig.
Score-AufschlüsselungSo setzt sich der Score zusammen+
So setzt sich der Score zusammen
Als Musik- & Alltags-Kopfhörer wird dieses Modell nach den Kriterien gewichtet, die in dieser Kategorie zählen. Jede Kategorie hat eine eigene Gewichtung — bei Sport-Kopfhörern steht Sitz-Stabilität vorne, bei Kinder-Kopfhörern Lautstärkebegrenzung. Aspekte, die im Testbericht oben diskutiert werden, aber für diese Kategorie keine Score-Relevanz haben, sind hier nicht aufgeführt. Dazu kommen Boni und Mali, mit denen ich kaufrelevante Stärken oder Schwächen gewichte, die kein Kriterium abbildet. Die Summe aller Zeilen ergibt den Gesamtscore.
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Mehr Details
Spezifikationen, Maße und Hersteller-Highlights. Tagesaktuelle Daten via Amazon-API.
Technische Daten
ANC, Codecs, Akku, Wasserschutz+
Technische Daten
- Bauform
- Over-Ear Bluetooth
- Klangsignatur
- Bass-betont
- Aktive Geräuschunterdrückung
- Adaptive ANC
- Awareness / Transparenz
- Ja
- Multipoint
- Nein
- Akkulaufzeit
- 55 h
- Wasser-/Staubschutz
- Kein
- Codecs
- LHDC, AAC, SBC
- Mikrofon-Qualität
- 7 / 10
Weitere Ansichten
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Produktdetails
Maße, Modellnummer, EAN, Garantie+
Produktdetails
- Farbe
- Nachtblau/Kupfer
- Gewicht
- 0.99428480162 Pfund
- Maße
- 4.15 Zoll × 8.27 Zoll × 7.87 Zoll
- Modellnummer
- 6FJ-XD-TGB0886A
- EAN
- 0885609034188
- Herstellergarantie
- 2 year manufacturer
- Veröffentlicht
- 30.07.2024
- Amazon Bestseller-Rang
- #34.390
Vom Hersteller
5 Marketing-Highlights direkt von Amazon+
Vom Hersteller
- Modernste Geräuschunterdrückung: 8 Mikrofone zur aktiven Geräuschunterdrückung blenden störende Hintergrundgeräusche von bis zu 40 dB aus – für ein immersives Hörerlebnis. Damit du keinen Beat verpasst.
- Bis zu 55 Stunden Akkulaufzeit¹: Sogar bei aktivierter Geräuschunterdrückung. Falls das nicht reicht, hast du bis zu 2,5 Stunden Hörzeit nach 10 Minuten Ladezeit. Oder alternativ bis zu 9 Stunden Hörzeit nach 30 Minuten.
- Detailreicher Klang von 6 Hz bis 21 kHz: Mehr hören, mehr fühlen. Viele Kopfhörer bieten einen Frequenzbereich von 20 bis 20.000 Hertz. Bei unserer Technologie reicht dieser von 6 bis 21.000 Hertz für einen klareren Sound über den gesamten hörbaren Bereich des Spektrums sowie ein optimiertes Audioerlebnis mit Bass, der spürbar ist.
- Individuell anpassbarer Kopfhörer: Gestalte deinen Kopfhörer individuell mit zusätzlichen Farben der Endkappe und der Ohrpolster. Du kannst aus mehr als 2.000 Farb- und Finish-Kombinationen wählen. Zusätzliche Ohrpolster und Endkappen separat erhältlich.
- Entwickelt für ganztägigen Komfort: Die extrem weiche Ultra-Mikrofaser ist luftdicht um einen atmungsaktiven, offenzelligen Akustikschaum gewickelt für ein weiches und angenehmes Tragegefühl. Die Ohrpolster wurden hinsichtlich ihres thermischen Komforts und ihrer Audioleistung optimiert. Dank der hervorragenden akustischen Abdichtung bieten sie zudem selbst bei tiefen Frequenzen einen exzellenten Sound.
Diese Punkte stammen direkt vom Hersteller. Unsere unabhängige Bewertung findest du oben im Schnellurteil und Testbericht.














